Menschen brauchen Nähe und Zuwendung. Gerade, wenn es ihnen schlecht geht. Nie gilt das so sehr, wie für schwerstkranke und sterbende Menschen. Der Hospizverein Stuhr e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Betroffenen und ihren Angehörigen in den Stunden des Abschieds - bis zuletzt - beizustehen.

Ehrenamtliche, qualifizierte Hospiz-Begleiterinnen und Hospiz-Begleiter nehmen sich Zeit, um mit Ihnen

  • zu sprechen
  • zu schweigen
  • zu lachen
  • zu weinen
  • zu singen
  • zu beten
  • letzte Dinge zu regeln

unabhängig von Ihrer Konfession, Nationalität oder Weltanschauung. Verschwiegenheit ist uns selbstverständlich.

Umfragen zufolge möchten über 90 Prozent der Menschen in Deutschland ihre letzte Lebenszeit in ihrem vertrauten Umfeld verbringen. Tatsächlich sterben weitaus die meisten Menschen in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Sie sind uns bis zum letzten
Augenblick Ihres Lebens wichtig!

- Cicely Saunders (Gründerin des ersten Hospiz in London)

Nach diesem Leitsatz will der Hospizverein Stuhr e.V. in Zukunft dazu beitragen, dass die letzte Lebensspanne und das Abschiednehmen selbstbestimmt und mit möglichst großer Lebensqualität erfahren werden kann. Allerdings löst der Umgang mit Sterben und Tod oft Unsicherheit, Ängste und ein Gefühl der Hilflosigkeit aus. Angehörige fühlen sich zunehmend überfordert, wenn sie allein einen Sterbenden betreuen. Die Aufgabe speziell qualifizierter ehrenamtlicher Hospiz-Begleiterinnen und Hospiz-Begleiter ist es, schwerstkranke und sterbende Menschen in ihrem vertrauten Umfeld - ehrenamtlich und kostenfrei - im Rahmen ihrer zeitlichen Ressourcen, zu begleiten. Sie möchten die Zugehörigen - Familie, Freunde und andere vertraute Personen - entlasten, für die Sterbenden und Angehörigen Ansprechpartner sein und mitmenschliche Zuwendung geben. Konkret kann es so aussehen, dass sie den Sterbenden zuhören, mit ihnen Gespräche führen, sie dabei unterstützen, noch „letzte Dinge“ zu erledigen, mit ihnen zu singen, lachen, weinen, beten oder lediglich schweigen.

Verschwiegenheit ist für uns selbstverständlich!

Damit auch auf körperlicher Ebene eine sehr hohe Lebensqualität beibehalten, bzw. erreicht werden kann – also Leiden wie zum Beispiel Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen weitmöglichst gelindert werden können – baut der Verein gegenwärtig entsprechende Kooperationen mit den Palliativstützpunkten im Landkreis Diepholz und Bremen, sowie mit den Ärztinnen und Ärzten, Pflegeheimen und Pflegediensten in der Gemeinde Stuhr auf.

Menschen zu finden
die mit uns fühlen und empfinden,
ist wohl das schönste Glück,
das diese Welt bereit hat.

- Samuel Johnson

Über den Weg der Öffentlichkeitsarbeit möchten wir einerseits Betroffene und ihre Familien und Freunde informieren und ermutigen, unsere Arbeit anzunehmen. Andererseits wollen wir unseren Mitbürgern ermöglichen sich über sensible Themenbereiche wie Sterben, Tod und Trauer zu informieren und auszutauschen, über die allgemein immer noch nicht gern gesprochen wird.

Deshalb:

  • sind unsere Räumlichkeiten jeden Donnerstag von 15:00 bis 17:00 Uhr in der Bahnhofstraße 14 in Stuhr-Brinkum für Sie geöffnet. Hier finden Sie immer eine Gesprächspartnerin, die sich Ihrer Anliegen annimmt oder Sie über unsere Arbeit informiert.
  • halten wir in unseren Räumlichkeiten eine kleine Bibliothek für Sie bereit.
  • bieten wir eine Reihe öffentlicher Hospizabende zu ausgesuchten Themen in verschiedenen Ortsteilen der Gemeinde Stuhr an. Unter "Termine" oder "Aktuelles" können Sie sich über den nächsten öffentlichen Hospizabend informieren.
  • halten wir ständig Kontakt zur lokalen Presse, Pflegeheimen und Pflegediensten, Ärztinnen und Ärzten, Krankenhäusern und anderen sozialen Diensten.
  • kommen wir zu Vereinen oder anderen interessierten Gruppen oder Institutionen, um Entwicklung, Ziele und Angebote des Hospizereins Stuhr e.V. in Form eines Vortrags oder im Gespräch vorzustellen.
  • organisieren wir regelmäßige Veranstaltungen, wie z.B. Benfizkonzerte oder Vorträge.

Datum und Ort finden Sie jeweils unter "Termine".

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